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THEMENausstellung

THEMENausstellung 2008 - 24. September - 27. November

Als Auftakt zur diesjährigen THEMENausstellung wird am 21. September, dem Weltfriedenstag, einen Friedenspfahl im
Vorgarten des Seminar-, Kultur- und Gästehauses „Alte Brücker Post“ aufstellen. Dieses Datum wurde gewählt weil bei der UN-Generalversammlung am
21. September 1981 verkündet wurde: Dieser Tag soll offiziell benannt und gefeiert werden als Weltfriedenstag (International Day of Peace) und soll genützt werden,
um die Idee des Friedens sowohl innerhalb der Länder und Völker als auch zwischen ihnen zu beobachten und zu stärken.

Vor vier Jahren wurde der Entschluss gefasst einen Friedenspfahl im Vorgarten des Seminar-, Kultur- und Gästehauses „Alte Brücker Post“ aufzustellen.
Die Internationalen Gäste, die den Europafahrradweg RE1 benutzen, halten für einen kurzen oder längeren Aufenthalt gern im Haus an. Die Welt rückt immer näher zusammen und die unterschiedlichen Kulturen und Gewohnheiten brauchen Raum und Zeit Neues, Unbekanntes zuzulassen, um ein friedliches Miteinander leben möglich zu machen.

Walter Ehle aus Brück hatte sich im letzten Jahr bereiterklärt die Initiative zu unterstützen. Durch seine eigene Lebenshistorie musste der 78 jährige kennen lernen, was es heißt die Auswirkungen des Krieges zu erleben. So konnte er sich schnell begeistern die Initiative zu unterstützen. Annie Tilmant, seit über 20 Jahren lebt sie in Deutschland, und Ricarda Müller haben sich besonders gefreut dass Herr Ehle die Inschrift – Möge Frieden auf Erden sein – schnitzt. „Er redet nicht nur vom friedlichen Miteinander sondern lebt es auch.“ so Ricarda Müller. Das aktive friedliche Zusammenleben in der hiesigen Region zu leben ist auch Ausdruck wie Mitmenschen angenommen werden die als „Hergezogene“, Asylanten, Flüchtlinge, Übersiedler oder „Fremde“ hier herkommen.

Die Pfähle, welche Friedenspfähle werden, sind aus einheimischem Lerchenholz. Sie werden von „Ökologie“, einer Schreinerei bei Hannover hergestellt, aus einheimischen Hölzern von Holz aus Windbruch oder aus nachhaltiger Forstwirtschaft. 

1955 hat der japanische Lehrer, Dichter und Philosoph Mashisa Goi die Initiative ins Leben gerufen. Schon früh war er davon überzeugt, dass unsere Worte und Gedanken Energie besitzen und wahrer Friede nur durch Änderung der Gedanken, hin zu positiven Gedanken der Liebe und des Miteinander, zum Frieden führen. Die Aufschrift auf den Friedenspfählen, die Weltweit schon mehr als 200.000 aufgestellt wurden, ist „Möge Frieden auf Erden sein“. Ob man „Möge Frieden auf Erden sein“ als Friedensgebet, Friedensbotschaft oder Meditation bezeichnet bleibt jedem selbst überlassen.

 

Aber auch das aktive mit einander ist wichtig. Am 21. September, am Weltfriedenstag, wird dieses internationale Friedenssymbol um 15 Uhr aufgestellt. Das soll der Auftakt sein für die am 24. September beginnende THEMENausstellung 2008. Das diesjährige Haus Thema „Wie viel Verantwortung hat jeder? – Menschenrechte“ macht einen Brückeschlag zum BREBIT Thema „Wasser Handelsware oder Menschenrecht?“.

Zum drittel mal wird vom 24. September bis 27. November 2008 eine THEMENausstellung im Seminar- und Kulturhaus „Alte Brücker Post“ in Brück stattfinden. Das Thema „Wie viel Verantwortung hat jeder? – Menschenrechte“ wurde von den Initiatorinnen vor zwei Jahren festgelegt. In dem Zeitraum der Ausstellung findet auch die 5. BREBIT (Brandenburger Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage) statt, und zwar vom 14. – 27. November 2008. In dieser Zeit werden speziell Schulklassen angesprochen. Das Thema der diesjährigen BREBIT „WASSER – Ware oder Menschenrecht?“ ergänzt somit das Hauptthema der 2008 Ausstellung des Hauses.

Ankündigung über die BREBIT 2008:
1,2 Milliarden Menschen haben derzeit keinen Zugang zu ausreichendem und sauberem Trinkwasser. Damit ist die Versorgung mit Wasser eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Mit der THEMENausstellung 2008 werden die verschiedenen Bereiche der Menschenrechte gezeigt, auf ihre Bedeutung eingegangen und konkrete Lösungsansätze näher gebracht. Begleitend zur Ausstellung bieten die Veranstalter/innen ein Workshop-Paket aus Video/Film, Vortrag, Quiz, Lernparcours und Kleingruppenarbeit an.

Bereits in den letzten Jahren gab es Ausstellungen die auf Themen wie Menschlichkeit und das Mit- und Füreinander Leben auf unserer Erde eingegangen sind.
Auch in diesem Jahr wird die Ausstellung informativ werden. MISEREOR und Amnesty International haben Materialien zu Verfügung gestellt. Die Wanderausstellung „Wasser ist Leben, Vielfalt ist Zukunft, Land ist Freiheit“ kommt von MISEREOR einem Hilfswerk welches seit 50 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika leistet.
Amnesty International stellt die Materialien zur Verfügung für die Gestaltung des Ausstellungsbereiches "Ich mußte töten“ - Kindersoldaten in der Demokratischen Republik Kongo, Sierra Leone, Liberia und Uganda. Im Zusammenhang mit Kindersoldaten wird die weltweite Aktion „
Rote Hand“ in dieser Zeit aufgegriffen. Zu dieser Aktion hat die International Coalition to Stop the Use of Child Soldiers (Globale Aktion Rote Hand: Kein Einsatz von Kindern als Soldaten), zu der auch Amnesty International gehört, ausgerufen. Besucher können sich mit dem Abdruck einer Hand (rote Farbe auf Papier) gegen den Einsatz von Kindersoldaten aussprechen. Am 12.02.2009 werden die Roten Hände den Vereinten Nationen übergeben.

In einem weiteren Themenbereich der Ausstellung wird auf die für alle Menschen gültige Allgemeine Menschenrechtserklärung, welche 1948 beschlossen wurde, eingegangen. Auf 30 schön illustrierten Schautafeln werden die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte benannt.

Zur Auftaktveranstaltung sind Gäste aus Belzig vom Infocafe „Der Winkel“ eingeladen. Menschen aus Iran, Irak und Afrika werden gemeinsam Trommlern und damit eine kulturelle Umrahmung am 21. September geben. Der Leiter Jean-Marce Banoho hat seine Teilnahme schon zugesagt. Vertreter der Organisationen MISEREOR Berlin und Amnesty International Berlin sind ebenfalls eingeladen.